
Fr. 24.04.2026 (Premiere)
Sa. 25.04.2026
Fr. 01.05.2026,
Fr. 22.05.2026
Sa. 23.05.2026
Fr. 05.06.2026
Sa. 06.06.2026
Jeweils 19:30 Uhr
Am Mo., 11.05.2026
Korbach - Eröffnung Theaterwoche/Theaterfestival
|
Faust II & Die Laune des Verliebten
Jung verliebt oder alt und weise?
-Goethe- Was fühlt wird verkannt!
In einer Kooperation inszenieren Roman Kohnle von der Theaterschule Aachen das Erstlingswerk Goethes „Die Launen der Verliebten“ und Eckhard Debour vom rohestheater das Spätwerk „Faust II“. Der Theaterabend erhält so zwei voneinander getrennte Teile, die aber auf den gleichen Bühnenelementen spielen.
Die Laune des Verliebten"
„… so ward ich von jener bösen Sucht befallen, die uns verleitet, aus der Quälerei der Geliebten eine Unterhaltung zu schaffen und die Ergebenheit eines Mädchens mit willkürlichen und tyrannischen Grillen zu beherrschen“ schreibt Goethe in „Dichtung und Wahrheit“ über die Phase seines Lebens, in der „Die Laune des Verliebten“ entstand und man „… den Drang einer siedenden Leidenschaft gewahr wird“. Die Freiheit der Frau als Bedrohung zu empfinden ist ein Motiv, das offenbar bis heute alle gesellschaftlichen Schichten durchzieht. Trotz seiner gärend jugendlichen Befangenheit gelingt es dem jungen Goethe, neben der Gewandtheit der Versifikation, durch seine merkwürdig abgeklärte Besonnenheit eine feine psychologische Studie zu erschaffen.
„Faust II"
In Goethes Faust II ist eine Zeitreise durch die Jahrhunderte von der Antike über das Mittelalter bis in unsere Gegenwart ausgebreitet, die Faust, Inbild des modernen, scheinbar aufgeklärten Menschen, mit Mephistopheles zusammen unternimmt und die Faust in seiner Hybris zu Ausplünderung und Zerstörung führt. Die auftretenden Personen sind keine Charaktere im psychologischen Sinn, sondern Typen.
Aktuell sehen wir die Faustfigur z.B. in Personen wie Elon Musk, Marc Zuckerberg und der trans- und posthumanistischen Bewegung in den USA, mit ihren Protagonisten Peter Thiel und Ray Kurzweil, gespiegelt. Sie wollen nicht als religiös Gläubige gelten, aber im Kern handelt es sich beim Post- und Transhumanismus doch um eine neue Heils- und Glaubenslehre. Um was geht es?
Es geht um ein Menschenbild, das den Menschen als eine bloß informationsverarbeitende Maschine ansieht. Deshalb könne man diese biologische Maschine mit der sich stetig verbessernden Rechenleistung von Computern so verbinden, dass durch die Koppelung der technischen KI mit der menschlichen Intelligenz eine grenzenlose Erhöhung der Intelligenzleistungen erreicht wird.
Ray Kurzweil, Chefstratege, Futurologe und Hauptinitiator von Googles Eintritt in die Biotechnologie meint so den Menschen zukünftig überwinden zu können.
Peter Thiel, einer der bedeutendsten Investoren und Firmengründer im Silicon Valley, bekennt sich darüber hinaus offen zum Libertarismus, der wohl extremsten Version des Kapitalismus (…) der sich für die Abschaffung des regulierenden Staates einsetzt.
Thiel selbst äußerte gar die Auffassung, dass Demokratie und das Frauenwahlrecht schaden, da sie dem Libertarismus und dem Durchmarsch des Kapitalismus im Weg stünden. Thiel ist die verdeckt Fäden ziehende Figur im Hintergrund des derzeitigen US-Präsidenten Donald Trump. Er interessiert sich für apokalyptische Vorstellungen, sympathisiert mit der neofaschistischen „All-Right“ Bewegung in den USA und glaubt an eine Zukunft des Posthumanismus, die den Tod digital überwindet.
MEPHISTOPHELES:
Daran erkenn' ich den gelehrten Herrn!
Was ihr nicht tastet, steht euch meilenfern,
Was ihr nicht fasst, das fehlt euch ganz und gar,
Was ihr nicht rechnet, glaubt ihr, sei nicht wahr,
Was ihr nicht wägt, hat für euch kein Gewicht,
Was ihr nicht münzt, das, meint ihr, gelte nicht.
(Vers 4917-4922)
Schauspielende: Patrick Achtelik, Mateo Carrena, David Damanov, Maarten Diepers, Marta Dragan, Malia Feldmann, Fabian Hecker, Tymofii Misanov, Leon Schönfeld, Klara Tyroller; Michael Vonderbank, Carina Wingels
Technik: Florian Büttgen, Lukas Lohmar, Max Maucher
Video: Wilfried Schumacher
Kostüme: Ulrike Gutmann
Tickets: eckard.debour@rohestheater.de

|
Vorstellungs-Termine
Sa. 14.03.2026, 19.30 Uhr
Mo. 23.03.2026, 19 Uhr
Kartenbestellung unter
E-Mail:
eckard.debour@rohestheater.de
Spielort:
Barockfabrik Aachen –
Roter Saal
Theaterschule Aachen
Löhergraben 22
52062 Aachen


Kulturhaus Barockfabrik Aachen
THEATERSCHULE AACHEN E.V.
Barockfabrik
Löhergraben 22
52064 Aachen
Tel: (0173) 9282034
Büro-Sprechzeiten:
Bitte spechen Sie Ihr Anliegen auf den Anrufbeantworter.
Das Büro ist zur Zeit nicht besetzt.
Wir rufen Sie zurück.
kohnle@gmx.de
 
Barockfabrik Aachen
Facebook Barockfabrik
Impressum Datenschutz
|